Die Geschichte der Materie

    Gekürzte Zusammenfassung

  Kapitel 1 bis 10

Kapitel 1
Schöpfungsgeschichte oder die physikalischen Gesetze der Natur. 

Nach dem heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen, über den Beginn von Raum und Zeit, ist die Urknall-Theorie die wohl anerkannteste. Demnach kam es vor circa 15 Milliarden Jahren, in einem  sogenannten Higges-Energiefeld, unmittelbar vor dem Urknall, zu einer mit Überlichtgeschwindigkeit ausdehnenden Inflation der Energie, bis es dann zur eigentlichen Explosion (Urknall) kam.

Die wichtigsten Argumente der Urknalltheorie lieferte u.a.: 1929 "Edwin Hubble", der seine Beobachtungen mit dem Dopplereffekt berechnete. Die Entdeckung (1964) und Erforschung der Hintergrundstrahlung mit dem NASA- Satellit "Cobe" (1992) und dem "Boomerangballon" (1998), sowie die Forschungsergebnisse von Alan Guth und Andrey Linde, die durch die inhomogene Verteilung der Energie in der Inflationsphase, unmittelbar vor dem Urknall entwickelten.  Andrey Linde und sei Team entwarfen auch die These der "Multiversum",  danach bilden die Multiversen eine Art Urschaum, der von Außen beobachtet aus unzählige Mini-Universen besteht, von denen sich einige inflationär aufblasen. während andere bereits untergehen. Unser Weltall ist in diesem kosmischen Schaumbad nur eine winzige Seifenblase.

Neuste Messungen der kosmischen Hintergrundstrahlung mit dem Messballon "Boomerang" ergaben, dass Schwankungen in einem engen Winkelsegment von etwa 1 Grad darauf hindeuten, dass unser All eine flache Scheibe ist. Dies bedeute wiederum, dass durch die bestätigte Inflationstheorie das Universum nur ein Teil des Gesamten sein kann, wobei es in die Ewigkeit auseinanderdriftet. 

Mit riesige Superfernrohre, wie das "Very Large" Teleskope in Chile, mit dem man bis zu 14 Milliarden Jahre in die Vergangenheit schaut und somit die Entwicklung des Universums bis eine Milliarden Jahre nach dem Urknall verfolgen kann.
Mit dem Teilchenbeschleuniger "CERN" in Genf, der durch seinen Ausbau bis zum Jahre 2005,  die Möglichkeit besitzt Higgs- Teilchen zu entdecken.
Und mit dem ebenfalls bis zum Jahre 2005 gestarrten Forschsatellit "Pank", der die kosmische Hintergrundstrahlung mit noch größerer Präzision vermisst, sollen die Thesen der  Higgs- Felder, die  Urknalltheorie, und die Annahme der Multiversen bestätigt und erwiesen werden.

1. Zyklus 
Beginn von Raum und Zeit

Unsere zeitliche Berechnung über den Beginn von Zeit und Raum lässt sich nach den physikalischen Gesetzen erst nach 10-43 Sekunden nach dem Urknall (sog. Planck-Zeit) bestimmen. Der Durchmesser des Universums betrug zu diesem Zeitpunkt 10-28 Zentimeter. Bei einer allseitigen Expansion der Energie, so berechnen die Astrophysiker, muss es nach 10-34 Sekunden bei einer Temperatur von 1032 Grad  zu einem geringfügigen Überschuss von Materie zu Antimaterie gekommen sein (auf 1 Milliarden Teilchen kam es zu einem Überschuss von 1 Teilchen Materie). Es war die Grundlage der kosmischen Entwicklung auf der Basis der Materie.
Nach 10-10 Sekunden sank die Temperatur auf 1015 Grad, es entstanden Protonen und Neutronen. Es lagerten sich  je drei Quarks  in einem Proton und in einem Neutron an.  In dieser Phase entstanden unter anderem die Neutrinos. Es sind extrem leichte, schwach wechselwirkende Teilchen, die sich vermutlich mit Lichtgeschwindigkeit bewegen.
Etwa eine Sekunde n. d. Urknall und einer Temperatur von 10 Milliarden Grad "zerstrahlen" die Elektronen und Positronen und übrig bleibt ein leichter Überschuss an Elektronen. Nach einer Sekunde befinden sich  im Universum alle die Bausteine  aus denen sich später die Atome zusammensetzen. 100 Sekunden n. d. Urknall  kam es bereits  zu den ersten Verschmelzungen von Atomkernen.  Es  bildeten sich die schwereren Heliumkerne, auch Lithium- und Berylliumkerne entstanden bei einer Temperatur von 1 Milliarden Grad. Die restlichen Protonen zerfielen in dem kleinsten Element, dem Wasserstoffkern. Somit war die materielle Grundlage der Welt, nach den heutiger Erkenntnissen, schon nach circa  einer Sekunde geschaffen.
Diese Schöpfung der Urmaterie, so haben die Physiker festgestellt, ist die Folge einer winzigen Verschiebungen der elektromagnetischen Energie, in Wellenfrequenzen des Urknalls. Sie ist heute noch in den Nuancen einiger Uregelmäßigkeiten der Hintergrundstrahlung messbar.

2. Zyklus 
Entstehung der ersten Sterne und Galaxien

Nach 10 Milliarden Jahren Materienexpansion kam es in vielen Regionen des Universums, durch Massenanziehung und Materienverdichtung, zu gewaltigen Verklumpung von Materie, es entstanden neue Sterne, Sternennester und Galaxien. Diese Neugeburten von Sternen entstehen auch heute noch durch die Verschmelzung und Explosionen von verbrauchten Sterne oder Kollisionen von Sonnen durch die Verschiebung ihrer Bahn. Der Wasserstoff mit minus 150°C bildet  in unserem Universum der Baustoff für die Entwicklung neuer Sterne. Sollte er einmal verbraucht sein werden unser Sonnen einmal erlöschen und es wird finster sein in unserem Universum. Doch zunächst expandiert das Universum mit einer hohen Geschwindigkeit in allen Richtungen gleichzeitig. Wie lange die Expansion noch anhält liegt an der Massenanziehung und die damit verbundene Materienmenge in unserem Universum. Um einen Fluktuationsstillstand zu bewirken reicht die sichtbare Materie nach Newtons Berechnung nicht aus, sie beträgt nur 10 % der benötigten Masse. Doch Niemand kennt das Volumen der Dunkelmaterie, aus Wasserstoff, Neutrinos, Schwarzen löchern Braunen Zwergen oder der Antimaterie.
1998 wurden neue das Universum durch eine australisches und amerikanisches Forscherteam neu vermessen. Supernovene ("Typ 1a") bildeten dabei die Vermessungsmarken. Die explodierende Leuchtkraft und die damit verbundene Farbverschiebung die sie durch ihre Geschwindigkeit, mit der sie sich von der Erde entfernten, veränderte, lies eine Berechnung zu, die vermuten lässt, dass unser Universum nicht in einem Expansionsstillstand verharren wird. Die Massenanziehungskraft reicht nicht die immer schneller auseinanderfliegende Materie auszubremsen. der Ausschlaggebende Faktor dieser Expansionsenergie soll eine noch unbekannte Kraft aus dem Raumlosen Nichts sein, eine Kosmische Vakuum-Energie die unsere Welt ins Unendliche wachsen lässt.

Die entscheidende Botschaft dieser Erkenntnisse ist wohl:
Die ewige Expansion des Universums

4. Zyklus
Die Entwicklung der Planeten vor 5 Milliarden Jahren

Unsere Galaxie die Milchstraße entstand etwa 11 Milliarden Jahren aus den Staubpartikel und den Gasmolekühlen einer interplanetarischen Materienwolke. Dieser Sternenstaub sind die Überbleibsel vergangener Sterne die in einer Supernova ihren Todeskampf endeten. Auslöser für die Entwicklung von Planeten, Sternen und Galaxien aus einer inderplanetarischen Staubwolke ist die nach der Verklumpungstheorie entwickelte Annahme, dass am Anfang eine Molekular- und Staubkonzentration durch die "Brownsche Molekularbewegung" entsteht. Durch die Verklumpung der Partikel bildet sich eine Staubscheibe dessen Anziehungskraft immer mehr Materie anzieht bis zur Bildung eines Materienklumpen bzw. Meteoriten. Die folge ist, das durch die Gravitation dieser Planetoiden zu Kollisionen und somit zu einer weiteren Verschmelzung von Materie kommt. So entstanden vor circa 5 Milliarden Jahren durch die Verklumpung von Materie, die als winzigen Staubpartikel oder in Form von Planetoiden um unsere Sonne kreisten, die 9 bzw. 10 ( der in jüngster Zeit entdeckte 10. Planet "X") Planeten unseres Sonnsystems.
Unsere Erde entwickelte sich somit; nach den gleichen Entstehungsmechanismen wie die übrigen Planeten; vor etwa 4,5 Milliarden Jahren. Als unsere Erde ihr jetziges Volumen in etwa erreicht hatte war ihre Massenentwicklung nach dem Prinzip der Materienverklumpung abgeschlossen. Unsere Erde war zu diesem Zeitpunkt noch sehr unstabil und besaß noch keine Atmosphäre. Da noch sehr viele Meteoriten um unsere Sonne kreisten stürzten demzufolge auch noch häufig Meteoriten auf unsere Erde die durch ihre Hitzeentwicklung das kondensierte Wasser der Urozeane wieder zum verdampfen brachten. In dieser Phase entstand durch einen Zusammenstoß eines riesigen Asteroiden, der an unsere Erde vorbeiflog, der Mond, der sich aus der riesigen aufsteigenden Staubwolke der Erde bildete. Nach circa 500 Millionen Jahre kühlte die Erde dann relativ schnell ab, so dass sich die Oberfläche der Erde verhustete und der sich  kondensierte Dampf in verkrusteten Tiefen der Erdoberfläche sammelte. Durch die Verdunstung von Wasser und den Gas und Staubpartikel der Vulkane bildete sich nun eine erste schützende Atmosphäre um unseren Globus.

5. Zyklus
Die ersten Bausteine des Lebens vor 4 Milliarden Jahren

Der erste Versuch die  Entstehung des Lebens wissenschaftlich nachzuweisen unter nahm 1953 der Forscher Stanley Miller. Seine legendäre Ursuppe konnte zumindest beweisen, dass bei der Entstehung des Lebens, es sich um einen chemischen Prozess handelt.
 Die ersten Bausteine des Lebens, so weiß man heute, kamen wohl aus dem galaktischen Tiefe des Alls. Kohlenstoffverbindungen die sich aus der Asche vergangener Sterne bildeten, kamen als Begleiter mit den ständig einschlagenden Meteoriten und die damit verbundenen Niederschläge auf die Erdoberfläche und ins Meer.
Der US-Geologe Steven Mojzsis entdeckte 1995 in dem ältesten Gestein der Erde winzige Kohlenstoffkörner des biologisch bevorzugten Kohlenstoff- 12- Isotop. Ein wichtiger Beweis, dass vor 3,9 Milliarden Jahren mikroskopisches Leben auf unsere Erde exsistierte.
Neue Forschungsergebnisse belegen, dass Minerale wie: Ton, Pyrit oder Calcit einerseits, einen Schutz für die empfindlichen Kohlestoffverbindungen vor den zerstörerischen UV- Strahlen bietet. Anderseits, durch ihre Oberflächenionisierung als Katalysator für die molekulare Vervielfältigung diente. So konnte die erste Aminosäure sich durch die Verknüpfung ihrer komplementären Basen immer wieder neu replizieren.. durch fehlerhafte Kopien entstanden sogenannte Mutanten die oft variabeler und Lebensfähiger waren als die Originale. Durch die Bindung an das Mineralgestein konnte das RNA- Molekül zunächst auch ohne Zellhülle überleben. An Hand dieser Erkenntnisse besteht kein Zweifel mehr, dass das Leben auf unserer Erde mit einer Nukleinsäure Begonnen hat. Durch immer neue Nebenprodukte wurden die Zyklen der molekularen Vervielfältigung immer komplexer und Energieaufwendiger. Mit dem Zyklus der Zitronensäure entstanden Nebenprodukte von Lipid- und Peptidverbindungen, woraus sich die wichtige Schutzhülle der Zelle (Zellmembran) entwickelte. Die Zelle als geschlossener Organismus bildet somit die kleinste lebende Einheit

6. Zyklus
Entwicklung von mehrzelligen Lebewesen vor 2 Milliarden Jahren.

Zu den einfachsten, noch heute lebenden Organismen zählen die sogenannten "Archaeabakterie. Zur Energieerzeugung nutzen sie die Schwefelverbindungen der heißen Vulkanschlote die aus der Tief der Meere stießen . Die bevorzugen Lebensräume waren bis zu 165 Grad Celsius heiß und säurehaltig  wie die Vulkanschlote unterseeischer Vulkane. Diese hitzebeständigen "Archaea-Bakterien" besitzen zwar keinen Zellkern, sind aber hinsichtlich ihrer Erbsubstanz den Eukaryoten näher verwandt. Die wissenschaftliche Schlussfolgerung war, dass ein Leben bzw. eine Zellvermehrung in den heißen Urmeeren vor 3,9 Milliarden Jahren biologisch möglich war. So waren die Archaeabakterien, nach Ansicht vieler Wissenschaftler, die ersten Einzeller 
Als die ersten Grundbausteine für das Leben entstanden sind, lag der Anteil des freien Sauerstoffes in der Atmosphäre noch bei etwa 0,1% des heutigen Anteils.  Die "Cyanobakterien" (Blaualgen) waren vor 2,9 Milliarden Jahren die ersten Mikroorganismen die das Sonnenlicht als Energiequelle nutzten. Dieser Stoffwechsel wurde zum größten Teil über die "Photosynthese" gesteuert. In der Form dieser einfachen Zellteilung
stagnierte die Evolution fast 3 Milliarden Jahre lang. Vermutlich durch eine Mutationen hatten anaerobe Bakterien ihre harte Zellwand verloren, dadurch konnten sie kleine sauerstoffverarbeiteten Bakterien aufnehmen, wodurch es zu einer mehrzelligen Symbiose kam. Ein bis dahin völlig unbekanntes Fortpflanzungssystem hatte vor etwa 2 Milliarden Jahren somit ihren AnfangDie -"Sexualität"-.  Das Wunder der Kooperation. Die ersten sexuell aktiven Einzeller begnügten sich damit fremdes Erbmaterial (z.B. Enzyme oder Bakterien) aus der Umgebung aufzunehmen um sich dadurch neue Eigenschaften fürs Überleben anzueignen. Erst mit der Entwicklung der Mehrzeller haben sich geschlechtsspezifische, also männliche und weibliche Lebewesen entwickelt.
99,9 % der heute lebenden Tier- und Pflanzenarten praktizieren ihre Fortpflanzung über die Sexualität, er ist der Garant für Vielfalt der Arten. Bei der einfachen ungeschlechtlichen Vermehrung werden die Eigenschaften des elterlichen Organismus 1:1 an die Nachkommenschaft weitergegeben. Neue Eigenschaften entstehen hier nur bei Mutationen, also bei fehlerhafte Vervielfältigung. Beim Sex geben beide Geschlechter, das männliche und das weibliche ihre Eigenschaften weiter,  die Neukombination dieser Eigenschaften bringen eine große Vielfalt von Nachkommen hervor, die sich sehr deutlich voneinander unterscheiden. 
Erst als die sogenannten Urwürmer sich vor 700 Millionen Jahren, schneller vermehrten als die übrigen Organismen, kam es zu einer Selektionsveränderung der Lebewesen in den Urmeeren. Durch eine noch ungeklärte Folge der Umweltveränderung kam es zu einer Vermehrung der Urwürmer wodurch der Bakterienbestand, der als Nahrung der Urwürmer diente, verringert. Dies hatte zur Folge, dass viele Algen von der Zersetzung der Bakterien verschont wurden und auf den Boden des Meeres fielen. Die Sauerstoffreduzierenden Algen am Meeresgrund entwickelten nun eine Vielfalt von Meeresfauna, mit komplizierten Zellverbänden. Dieser folgenschwere Nahrungsmangel war somit der Beginn eines neuen Spezialisierung der Fortpflanzung. Hinweise hierfür gibt die Einzelliege Alge "Chlamydomonas". Bei Nahrungsmangel klumpten sich viele tausend Bakterien zusammen und gehen eine Symbiose ein. Aus der Zelle mit einem DNS-Strang entsteht eine neue Form der Zelle mit einem doppelten Zellkern bzw. doppelter Erbinformation. Findet diese Doppelalge wieder genügend Nahrung, so teilen sie sich nach einiger Zeit wieder mit der Erbinformation von beiden Algen, wobei sich die neue Generation oft deutlich in der Farbe und Größe von der 1. Generation unterscheidet.  Doch für die Wissenschaftler zeigt dieses Beispiel nur eine Möglichkeit, wie die Mehrzeller entstanden sein können. 

7. Zyklus
Der biologische Urknall im Kambrium- Zeitalter vor 530 Millionen Jahren.

Wissenschaftliche Untersuchungen nordamerikanischen Gesteinsschichten lassen die Annahme zu, dass die ersten mehrzellige Lebewesen schon vor circa 1,9 Milliarden Jahren exsistierten. Winzige versteinerte Kotbällchen waren ihre urzeitlichen Überreste, die sie als Indiz für ihr Dasein hinterließen. Als sich er gilt, dass vor etwa 700 Millionen Jahren die ersten Mehzeller auf unserer Erde entstanden sind. Bestätigt wurde dies unter anderem durch die Entdeckung des Geologen R.C. Sprigg, der Vertreter von komplexen mehrzelligen Lebewesen aus der sogenannten "Edicara Fauna" entdeckte, die vor 670 Millionen Jahren die Weltmeere bevölkerten. Danach waren nahezu 70% der vorkambrischen Wese wohl Hohltiere. Das sogenannte “Kambrium-Zeitalter” begann vor etwa 530 Millionen. Jahren. In dieser Evolutionsepoche des Kambriums ereignete sich eine Explosionsartige Lebensvielfalt auf dem Meeresboden, ein Schnelldurchgang von biologischen Bauplänen, die beibehalten oder verworfen wurde. Die Frage nach der Ursache dieser revolutionären Evolution teil sich in zwei Haupttheorien.
Mansche Paläontologen vermuten, dass der kambrische Urknall durch einen Anstieg des Sauerstoffgehalts über eine kritische Marke, ausgelöst wurde.
Der Wissenschaftler S. J. Gould und sein Team vertreten die Ansicht das der Faktor ZUFALL als Motor der Evolution ausschlaggebend war. Danach übernehmen, nach Ansicht vieler Biologen, Hox-Gene die Steuerung genetischer Informationen für die Entwicklung körperlicher Merkmale und Organe. Eine bestimmte Gruppe von Erbfaktoren sogenannte "homöotischen Gene" - auch Hox-Gene genannt - übernehmen die Kontrolle dieser organischen Entwicklung.  Dies wäre zumindest eine mögliche Erklärung für die rasche Entwicklung neuer Arten in einer kurzen Epoche, wie das “Kambrium-Zeitalter”
Nach der Hoxgen- These könnte sich in einem primitiven Wesen mit einem Ur-Hox-Gen, das sich zufällig einmal verdoppelt, ein Organismus mit neu erworbenen Eigenschaften entwickeln. Je komplexer ein Organismus ist, um so mehr “Hox-Gene” befinden sich in seinem Erbgut (Beim Menschen sind es 38 ). 
Der wahrscheinlich kugelförmige Vorfahre von Mensch und Tier änderte seine äußerliche Struktur erst im Kambrium -Zeitalter. 
So liefert die Entdeckung der Hox-Gene, eine Ausgangsbasis für die Erklärung der morphologischen Übergänge in der kambrischen Evolution.

Doch offene Fragen gibt es in der Biologie noch viele:
Wie entstehen neue Tier-/Pflanzenarten, wie neue biologische Baupläne?
Wie und wodurch verändern sich Lebewesen im Verlauf der Evolution?
Warum gibt es überhaupt diese millionenfache Vielgestaltigkeit des Lebens?

8. Zyklus
Die biologische Anpassung vor 410 Millionen Jahren.

Die ersten Meeresbewohner die vor etwa 410 Millionen Jahren das nasse Element verließen waren Amphibien, die durch ihre Lungenatmung den Sauerstoff als Energiespender nutzten. Der Quastenflosser gehörte wohl zu den ersten Landbewohner auf unserer Erde. Hundertmillionen Jahre selektive und genetische Auslese benötigte die Evolution um, vor circa 200 Millionen Jahre, dass größte Wirbeltier der Erde, den Dinosaurier zu entwickeln. Durch den Einschlag eines Meteoriten wurde eine gewaltige Umweltkatastrophe ausgelöst, die vor 65 Millionen Jahren das Aussterben der Dinosaurier und viele andere Lebewesen zu Folg hatte. Der erste Fund eines Säugetiers war der Henkelotherium, der vor etwa 10 Millionen Jahren in Portugal lebte. - Woraus sich der spätere Mensch entwickelte - Der Erfolg der evolutionären Stammesentwicklung vom Quastenflosser bis zum Homo sapiens, so die wissenschaftliche Annahme, liegt nicht in der Macht des Stärkeren (darwinistische Evolutionstheorie), sondern in den biologischen Zufallsprozessen der genetischen Mutation und der selektiven Kooperation. In den genetisch bedingten körperliche Eigenschaften und der instinktiver Anpassungsfähigkeit liegt die Stärke der überlebenden Rasse. In diesem Kampf von Fortpflanzung und Weiterentwicklung der Arten spaltete sich vermutlich vor 23 Millionen Jahren der menschenähnliche Affe (Proconsul) von den übrigen Schimpansengattung ab. Hieraus entwickelte sich der aufrechtgehende und mit einem Gehirnvolumen von über 1000 cm3 Hominide, dessen genetische Übereinstimmung mit dem Schimpansen bei 98,4 Prozent liegt.

9. Zyklus  
Entwicklung des ersten Menschen vor 6 Millionen Jahren

Die Anfänge des Menschen lassen sich etwa 5 bis 8 Milliarden Jahre zurückverfolgen. Der zur Zeit spektakulärsten Funde menschlicher Überreste wurden im Juni 2001 in Zentralafrika (Tschad) ausgegraben. Die Fossilien, so stellten die Paläontologen fest, stammen von einem Frühmenschen der vor 6 bis 7 Millionen Jahre lebte. Sein wissenschaftlicher Name heißt "Sahelanthropus tchadensis". Die meisten Ausgrabungen menschlicher Überreste wurden in Afrika  entdeckt, so dass sich die, zur Zeit von vielen Wissenschaftlern angezweifelte, These: "Aut- of- Afrika" entwickelte. Die Kretereien für die ersten Menschen mit dem wissenschaftlichen Namen: "Australopithecinen" war das Gehirnvolumen und der aufrechte Gang, dies unterschied im eindeutig von seinem Vorfahren dem Affen (Schimpansen) Sein Alter war, bis zu dem Fund des Millennium- Man, auf 4,5 Millionen Jahren datiert. Weitere Vertreter dieser Frühmenschen waren die "Australithecus afarensis" bzw. "A. africanus", sie lebten vor 3,7 bis 2,9 Millionen Jahren in Äthiopien.  1973 entdeckte man die ersten Fossilien einer Frau  "Australopi Afarenesis" die ebenfalls in Äthiopien lebte und mit den Namen Lucy getauft wurde. Der  "Australopithecus robustus"  und der "Homo habilis" lebten vor etwa 2 bis 3 Millionen Jahren und wurde in Ostafrika entdeckt. Vor circa 2 Millionen Jahre besiedelte der "Homo erectus" Regionen Asiens und Europa. Er war ein Großwildjäger und hatte das Feuer bezähmt. Vor 150 000 Jahren ist dann zu ersten mal der Homo sapiens 8der verständige Mensch) in Afrika aufgetaucht. Nach den Erkenntnissen der Pantheologen besiedelte der moderne Mensch vor circa 50 000 Jahren, von Afrika aus kommend, die gesamte Welt. Dabei vermischt er sich auch mit anderen frühmenschlichen Bewohnern fremder Regionen. Vor 40 000 Jahren besiedelte der Homo faber Europa wo er den "Homo sapiens neandertalensis" begegnete. Die ersten Neandertaler lebten vor 250 000 Jahren in Europa, sie besa0en ein größeres Gehirnvolumen als die modernen Menschen, nutzten das Feuer, trugen Tierfelle und Schmuck und waren kultivierte Menschen. Doch durch die Begegnung mit dem Homo sapiens vor etwa 32 000 Jahren, kam es zu einer Folgeschweren Auseinandersetzung zwischen den beiden Menschenrassen, die, der Homo sapiens vor 27 000 Jahren mit der Vernichtung des Neandertalers in Spanien beendete.

10. Zyklus
Das Zeitalter des modernen Menschen "Homo sapiens sapiens"

Der moderne Mensch stammt vermutlich aus Afrika. Als Nomade besiedelte er vor 30.000 bis 40.000 Jahren Europa. Der erste europäische Mensch hieß "Cro- Magnom". Vor etwa 18.000 Jahren erreichte der Homo sapiens sapiens das ostende von Eurasien. Über die zu dieser Zeit wasserfreie Beringstraße sowie über ausgetrocknete Küstenränder besiedelte er, Ende der Eiszeit, Amerika und Asien. Vor 10.000 bis 11.000Jahren wurden, nach den jüngsten Entdeckungen, in den türkischen Dörfern Gäbekli und Hüyük, die ersten Katakomben von Menschen errichtet, in denen Tausende Menschen sich ansiedelten und von der Beute ihrer Jagd lebten. In diesen Kernregionen entwickelte sich um 7000 v.Chr. der Ackeranbau. Diese neue Ernährungs- und Lebensform sorgte für einen sprunghaften Bevölkerungsanstieg, so dass vor 5000 Jahren etwa 100 Millionen Menschen auf unsere Erde lebten. Diese Zeit des Fortschritts, der seinen Anfang im Anbau von Roggen und Weizen vor circa 11000 Jahren  fand und schließlich zu Wolkenkratzer und Gentech- Raps führte, bezeichnet dei Wissenschaft als "Neolitische- Revolution". Die Folgen sind eine unkontrollierbare Bevölkerungsexplosion ( im Jahre 2002 über 6 Milliarden Menschen) und eine Irreversiebelle Ausbeutungsstrategie unserer Umwelt. Nach Berechnungen anerkannter Zukunftsforscher verliert der Planet Erde in etwa 30 bis 40 Jahren die Fähigkeit die Menschheit zu ernähren. Sollte bis dahin keine menschliche Selbstvernichtung stattgefunden haben, so wird der Gipfel menschlicher  Fortpflanzung erreicht sein. Spätestens dann werden wir erkennen, dass unsere Unzulänglichkeiten in der Strategie der universellen Anpassung, tödlich war und ist. Kriechtier, Bakterien und viele andere Lebewesen haben uns durch Anpassung, Organisation und gezielte Auslese eine Überlebensstrategie über viele Millionen Jahre vorgeführt. Doch das streben nach Macht und Überlegenheit macht uns unfähig für die Weitsichtigkeit einer angepassten Entwicklung. Unsere Chancen liegen, trotz aller angebrachten Zweifel, in dem Bewusstsein über unserer Vergangenheit. "Die Geschichte der Materie" zeigt uns, dass es kein Ende sondern nur Neubeginn in unserem Universum gibt. Die Erde auf die wir gehen, besteht aus dem Staub unserer Ahnen. Es gibt keinen entgültigen Tod, sondern nur Neubeginn. Nehmen wir diese Weisheit der Aborrgines ernst dann wissen wir, dass unsere kosmologische Vergangenheit die Botschaft für die Zukunft ist. Unser Leben wird durch die Fortpflanzung geprägt, sie ist der Neubeginn für unsere Zukunft. Meine "Geschichte der Materie" zeigt, dass jedes Teilchen im Universum eine Bedeutung durch seine Entwicklung hat, so wie wie unsere Entwicklung vor 15 Milliarden Jahren im kosmischen Staub begonnen hat.


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